Funktionsweise des Schneestrahlens

Die Funktionsweise des Schneestrahlens ist im Prinzip vergleichbar mit dem des Trockeneisstrahlens, wobei bei diesem Verfahren als Strahlmittel flüssiges Kohlendioxid, das sich unter Druck in einer sogenannten Steigrohrflasche befindet, eingesetzt wird. Erst im Prozess entsteht durch Entspannung ein CO2- Schnee/Gas-Gemisch, das einem Druckluftstrahl zugeführt wird. Die Vorteile des Schneestrahlverfahrens liegen vor allem in der leichteren Automatisierbarkeit durch die kontinuierliche Strahlmittelversorgung. Das Kohlendioxid kann in einzelen Flaschen, Flaschenbatterien oder Tanks entsprechender Größe vorgehalten werden.

CO2 Trockeneisstrahlen und CO2 Schneestrahlen- Phase 1, der Aufprall des Strahlmediums CO2

Flüssiges Kohlendioxid wird als Strahlmittel aus einer Steigrohrflaschen bzw. CO2-Tankanlagen über eine spezielle Zweistoffringdüse einem Druckluftstrahl zugeführt. So werden die Schnee-kristalle gebündelt und treffen so teilweise mit überschallgeschwindigkeit auf das zu reinigende Objekt.

CO2 Trockeneisstrahlen und CO2 Schneestrahlen- Phase 2, Versprödung der Verschmutzung durch tiefkaltes CO2

Die mit hoher Geschwindigkeit auf die zu behandelnde Oberfläche aufprallenden Schnee-kristalle beseitigen unerwünschte Beschichtungen oder Verunreinigung zum einen durch den thermischen Effekt, die extremen Minus-Temperaturen verspröden Schmutz und Ablagerungen in Bruchteilen von Sekunden, es bilden sich Risse und es kommt somit bereits zu einem partiellen Abplatzen

CO2 Trockeneisstrahlen und CO2 Schneestrahlen- Phase 3, Absprengen der Verschmutzung durch 700- fache Ausdehnung des CO2

zum Anderen durch die mechanische Einwirkung, wodurch - auf Aufgrund von Versprödungen und Rissen - Schmutz und Ablagerrungen von den Schneekristallen unterwandert werden. Diese sublimieren (Wiederübergang in Gas und übergang in die Atmosphäre) beim Auftreffen unter ca. 700-facher Volumenvergrößerung (Explosionseffekt) und lösen die Verunreinigungen ab.

O2 Trockeneisstrahlen und CO2 Schneestrahlen- Phase 4, keine Strahlmittelrückstände Zurück bleibt nur die zu entfernende Beschichtung - damit wird Abfall erheblich reduziert sowie Zeit und Geld gespart.